Die St. Johanniskirche


St. Johannis-Kirche
St. Johannis-Kirche

Die St. Johannis-Kirche ist eine der ältesten Kirchen in Niedersachsen und die erste in Lüneburg. Sie wurde schon 927 als Taufkirche benannt.

Der Bau der heutigen Kirche begann 1289 als dreischiffige Hallenkirche. Um 1370 erfolgte der Anbau der beiden Seitenschiffe mit eigenem Dach. Im Laufe der Jahrhunderte wurde St. Johannis immer mehr erweitert. Ein Kirchturm wird erstmal 1319 erwähnt. Dieser fiel 1406 einem Feuer zum Opfer und wurde bald darauf in der heutigen Form neu errichtet.

Grundriss St. Johannis
Grundriss St. Johannis

 

Zeitgleich ertrotzte der Lüneburger Rat vom Bistum Verden das Recht, den Pfarrer für St. Johannis selbst ernennen zu dürfen. Nun war St. Johannis eine Stadtkirche.

60 Jahre später erfolgte die Erbauung der abschließenden Seitenchöre und der beiden Emporen für den Rat (Ratslektor) und die Junkerngilde (Junkernlektor). Auch wurde der östliche Giebel des Turmes erneuert und mit einer von einem Kreuz gekrönten steinernen Rose mit Hexagramm geschmückt.

Die nun fünfschiffige Hallenkirche mit fast quadratischem Grundriss enthielt einst 39 Altäre.

steinerne Rose am Ostgiebel
steinerne Rose am Ostgiebel

Der Dachstuhl des Turms ist im oberen Bereich korkenzieherförmig verformt und der ganze Turm neigt sich nach Westen, die Turmspitze ist 220 cm aus dem Lot.

1801 stürzte der Turmhelm herunter, wurde durch einen neuen Holzaufbau ersetzt, der wiederum wegen Holzwurmfraß 1975 durch eine Stahl-Holz-Konstruktion ausgetauscht wurde.

Im Turm von St. Johannis hängt ein historisch und klanglich wertvolles Geläut, bestehend aus sechs Hauptglocken und zwei Nebenglocken. Die älteste stammt aus dem Jahre 1436 und hat laut Fachleuten den schönsten Klang.


Der Hauptaltar

Flügelaltar
Flügelaltar

Der geschnitzte Hochaltar wurde im 15. Jahrhundert gefertigt. Das zentrale Thema ist die Kreuzigung Christi. Zu beiden Seiten davon sind je sieben Szenen aus der Passions- und der Ostergeschichte dargestellt. Eingerahmt wird dieser Zyklus oben durch eine Reihe der 10 Apostel, unten von 16 heiligen Frauengestalten.

Die Malereien auf den Flügelaußenseiten sind bedeutende Beispiele spätmittelalterlicher Malerei in Norddeutschland. Sie stammen vom Hamburger Maler Hinrik Funhof (1482).


Die Orgel

große Orgel
große Orgel

Die große Orgel wurde 1553 von Hendrik Niehoff eingebaut und 1715 von Matthias Dropa umgebaut. Mit Elementen aus Renaissance und Barock und ihren 51 Registern und 83 Pfeifenreihen ist sie ein besonderes Schmuckstück der St. Johannis-Kirche. Sie gehört zu den bedeutendsten Zeugnissen des niederländischen Renaissance-Orgelbaus. 

Detail der Orgel
Detail der Orgel

 

 

An dieser Orgel spielte Georg Böhm (1661-1733), der über Deutschlands Grenzen hinaus bekannte Organist und Komponist. Sein bekanntester Schüler war der junge Johann Sebastian Bach, der von 1700 bis 1702 als Freischüler des St. Michaelisklosters in Lüneburg weilte.

Seit 2010 gibt es hier ausserdem eine Symphonische Chororgel mit 23 Registern im Hochchor. 


der "verdrehte" Kirchturm
der "verdrehte" Kirchturm

Pult
Pult
Kanzel
Kanzel
Der Marienleuchter
Der Marienleuchter

Der gotische Marienleuchter ist eine prunkvolle norddeutsche Arbeit  aus dem späten 15. Jahrhundert, die Maria unter einem vergoldeten Baldachin mit dem Kinde im Strahlenkranz darstellt.



Die Kirchenfenster von St. Johannis


Öffnungszeiten

Mo. bis Mi.:  11.00 - 16.00 Uhr

Do. bis Fr.: 11.00 - 18.00 Uhr

Sa. bis So.: 11.00 - 16.00 Uhr

 

 

Gottesdienst-Termine hier