Die Wilhelm-Raabe-Schule


 Die Wilhelm-Raabe-Schule
Die Wilhelm-Raabe-Schule

"Es ist schädlich oder sogar gefährlich wenn Mädchen die gleiche Bildung bekommen wie Jungen. Das ist wider die weibliche Natur. Und erst recht wenn dies in einer öffentlichen Schule geschieht."  Das war noch bis ins 19. Jahrhundert die allgemeine Meinung. 

Entgegen einiger Widerstände erkämpfte sich der Theologiestudent Carl Oltrogge 1830 vom Magistrat der Stadt Lüneburg die Genehmigung eine Mädchenschule zu gründen, für jene Zeit ein mutiger und revolutionärer Schritt. Diese wurde 1831 am Sande eröffnet, musste schon 1834 aus Platzgründen umziehen und war 1875 wieder zu klein. Das kurz zuvor freigewordene erste Johanneum bot Platz für die mittlerweile über 200 Schülerinnen. Im selben Jahr übernahm die Stadt Lüneburg auf Bitten Oltrogges die Trägerschaft der inzwischen renommierten 'Höheren Töchterschule'. 

Bis zum Ende des Jahrhunderts war die Schule mit 465 Schülerinnen völlig überfüllt und musste wieder umziehen. Diesmal wurde ein neues, äußerst repräsentatives Gebäude errichtet, welches zusammen mit dem benachbarten Graalsstift der offizielle Beginn der geplanten Stadterweiterung nach Süden hin sein sollte. Das Baugebiet "Rotes Feld" war eröffnet. 

1908 wurde die neue Schule in Betrieb genommen und nach dem Schriftsteller Wilhelm Raabe benannt.

1970 musste ein weiterer Anbau für die naturwissenschaftlichen Fächer errichtet werden.

Seit dem Schuljahr 1971/72 ist aus dem Mädchengymnasium ein Gymnasium für Jungen und Mädchen geworden.

 

Heute besuchen über 1000 junge Menschen dieses Gymnasium.

Wilhelm-Raabe-Schule
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