Der Stadtwall


Stadtwall
Stadtwall

Da Lüneburg durch das Salz schon früh eine reiche Stadt war, mußte die Stadt, ihre Bürger und das "weiße Gold" durch eine Befestigungsanlage geschützt werden. Erstmals erwähnt wurde eine Stadtumwallung im Jahre 1250. Sie umschloss die vier Stadtviertel großzügig.

Zuerst handelte es sich dabei um einen mit Palisaden bewehrten Schutzwall, der 1250 erstmals erwähnt wurde. Noch im selben Jahrhundert begann man, diesen durch eine Wall-Anlage mit Mauer und Graben zu ersetzten. Dieser Schutzring war so groß bemessen, dass er über mehrere hundert Jahre nicht erweitert werden musste. Die Wall-Anlage war etwa 12 Meter breit und 8 Meter hoch.

Darstellung des Altenbrücker-Tores an einer Hauswand
Darstellung des Altenbrücker-Tores an einer Hauswand

Im Laufe der nächsten 100 Jahre wurden sechs Stadttore hinzugefügt:

  • nach Norden das Bardowicker Tor
  • nach Nordosten das Lüner Tor
  • nach Osten das Altenbrücker Tor
  • nach Süden das Rote Tor
  • nach Südwesten das Sülztor
  • nach Westen das Neue Tor

Von den Toren ist absolut nichts mehr erhalten. Heute erinnern nur noch die Straßennamen rund um die Standorte an die Tore.

Der größte Teil dieses Schutzringes bestand bis 1850; erst danach wurde durch die zunehmende Einwohnerzahl und die Industrialisierung mehr Raum in der Stadt gebraucht. Heutzutage sind noch Teile des Bardowicker Walls und des Neuen Walls gut erhalten.