Offizin der Sterne


ehemalige von Sternsche Druckerei
ehemalige von Sternsche Druckerei

Dieses Haus Am Sande 31 beherbergt die Wohnung und die Werkstatt der ältesten deutschen Buchdruckerei. Seit nahezu 400 Jahren befindet sie sich ununterbrochen im Besitz der Familie Stern. 1580 gründete der Buchbindermeister Hans Stern eine Buchbinderei und -handlung. 1614 erweiterten seine Söhne Johann und Heinrich Stern den Betrieb um eine Buchdruckerei und gaben als erste eine niederdeutsche Ausgabe der Lutherbibel heraus, der Anfang einer überregionalen Bekanntheit. Vor allem wegen ihrer kunstvollen Bibeldrucke war die Stern'sche Druckerei überall in den evangelischen Gebieten des Reiches bekannt. Weitere Bibelausgaben, ein protestantisches Gesangbuch, aber auch etliche wissenschaftliche Werke folgten.

1625 untersagte Christian der Ältere, Herzog von Braunschweig - Lüneburg und Fürst von Lüneburg jeglichen unerlaubten Nachdruck ihrer Bücher. 1645 erhob Kaiser Ferdinand III. Johann Stern in den erblichen Adelsstand und die Familie "von Stern" wurde in das Patriziat der Stadt aufgenommen. Seit 1949 werden in der von Stern'schen Druckerei auch Zeitungen gedruckt. 


1982 musste die Druckerei aus Platzgründen in die Zeppelinstraße im Gewerbegebiet Lüneburg-Ost umziehen. In dem alten von Stern'schen Haus arbeitet jetzt ein Friseur, lediglich das Mosaik auf dem Bürgersteig vor dem Haus erinnert noch an das ehemalige Unternehmen an diesem Ort.

 

Im Jahre 2000 wurde eine hochmoderne Druckhalle mit Maschinen für alle wesentlichen Druckanforderungen gebaut. Allen wirtschaftlichen Entwicklungen der Jahrhunderte zum Trotz befindet sich das Unternehmen in der 14. Generation im Familienbesitz und feiert 2014 sein 400-jähriges Bestehen.


 

Die moderne Druckhalle befindet sich in der Zeppelinstraße 21