Der Fürstensaal


Fürstensaal
Fürstensaal

Mitte des 15. Jahrhunderts wurde über dem Gewandhaus und der Kanzlei eine weitere Etage erbaut. Darin wurde das "Danzhus" eingerichtet - ein prunkvoller Festsaal. In diesem Saal fanden Tanzfeste des Rates und der hohen Bürgerschaft statt. Kamen auswärtige Delegationen in die Stadt, wurden sie hier offiziell und standesgemäß empfangen. Kam der Landesherr nach Lüneburg, machten die Ratsmitglieder und Bürger ihm hier ihre  Aufwartung und demonstrierten gleichzeitig den Reichtum der Stadt. 

Fürstensaal
Fürstensaal

Heute heißt der Saal: "Fürstensaal", denn an den Wänden befinden sich viele auf Leinwand gemalte fürstliche Paare aus dem Hause Braunschweig-Lüneburg.  Die Decke ist mit 150 Portraits römischer und deutscher Kaiser und Könige bemalt. Auf dem großen Unterzug, der die gesamte Decke trägt, die am Dachstuhl aufgehängt ist, befinden sich die Namen und Wappen der Lüneburger Ratsmitglieder des Jahres 1607. Der Maler Daniel Frese zeichnet für diese Malereien; er übermalte damit Reste einer gotischen Rankenmalerei mit Halbfiguren auf rotem Grund. 

Zahlreiche 3-armige Wandleuchter erleuchteten den Saal. Am Unterzug hängen fünf von ursprünglich sechs gotischen Leuchter mit starken Geweihen. Auf jedem Mittelstück steht eine Figur: die Madonna, der Heilige Georg, Johannes der Täufer, die heilige Ursula und eine Heilige mit Schwert und Buch, wahrscheinlich Katharina.

Die großen Kamine an der Fensterfront lassen vermuten, dass hier auch im Winter Veranstaltungen stattfanden.

Lageplan Fürstensaal
Lageplan Fürstensaal