Ab dem späten 16. Jahrhundert tagte der Rat  im aufwändig gestalteten Großen Ratsstube. Diese zeichnet sich durch die prächtigen Eichenholzschnitzarbeiten von Albert von Soest und den allegorischen Gemälden von Daniel Frese aus.

 

Die Große Ratsstube ist mit reichen Eichenholzschnitzarbeiten von Albert von Soest ausgestattet. Die Wandmalereien stammen von Daniel Frese. Der Saal gilt als Meisterwerk der Renaissance und ist ein Beispiel dafür, wie die Lüneburger Bürger der Mode folgten ohne das Alte zu zerstören, indem sie immer wieder Anbauten dem Rathaus anfügten.

 

1564-1567 Errichtung des nördlichen Mitteltraktes im Renaissance-Stil. Hierhin wurde die große Ratsstube eingerichtet. Im Winter diente er als Sitzungssaal, er konnte mit nur einem großen Ofen beheizt werden. Die Paneele, die Türen und der Ratsstuhl stammen vom Ratstischler Gert Suttmeier.

Daniel Frese fertigte die Wandmalereien an. Von Albert von Soest stammen die einzigartigen Holzschnitzereien.

Im Kämmereiflügel befinden sich die 1583 von Warneke Burmester ausgestaltete große Commissionstube und die Sülfmeisterkörkammer. Hier fand die Wahl des Sülfmeisters statt (höchster Salinenbeamter)

 

Mittelpunkt der etwa einstündigen Führung ist die Große Ratsstube des Rathauses. Diese sollte als Wintersitzungssaal für den Rat dienen, hier tagte auch das Obergericht der Stadt. Der Rat ließ hier einen höchst repräsentativen Raum schaffen, in dem diverse Gemälde von Daniel Frese aus den Jahren 1573 bis 1578 zu finden sind. Das Hauptthema der zahlreichen Motive und Bilder ist das gerechte Regiment. Durch die dargestellten Szenen sollten Ratsherren zu gerechtem Handeln gemahnt und vor ungerechten Entscheidungen gewarnt werden.